Ungarisch-deutsche Beziehungen weiter vertiefen
Bei seinem ersten Besuch in Ungarn als Außenminister hat Guido Westerwelle die politische Partnerschaft zwischen beiden Staaten betont. Die bilateralen Beziehungen seien vorzüglich, bekräftigte Westerwelle nach einem Gespräch mit seinem Amtskollegen Péter Balázs. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Fragen der Energiepolitik standen im Mittelpunkt der Unterredungen.
Deutschland und Ungarn seien freundschaftlich verbunden: "Wir Deutsche vergessen nicht, welchen historischen Beitrag unsere ungarischen Freunde geleistet haben, damit auch Deutschland sich wieder vereinigen konnte."
Westerwelle hob zudem die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern hervor. Besonders würdigte er die Andrassy-Universität als einzige deutschsprachige Universität außerhalb des deutschen Sprachraums: "Das ist ein Leuchtturm-Projekt und belegt die Intensität der Beziehungen".
Die Beziehungen Deutschlands zu seinen östlichen Nachbarn sollten zu beiderseitigem Nutzen weiter ausgebaut werden. Es gehe dabei um die Chancen für Wirtschaft, auch für die deutsche Wirtschaft.
Gerade auf Bildung und Kultur, besonders für die Jugend, solle noch mehr Wert gelegt werden, so Westerwelle, um die Verständigung zwischen den Völkern zu verbessern: "Es ist die Aufgabe unserer Generation, dass die Jugend miteinander eine richtig tiefe Freundschaft findet."
Ungarische EU-Ratspräsidentschaft 2011
Westerwelle würdigte die Vorbereitungen Ungarns auf die EU-Ratspräsidentschaft: "Ich habe mit großer Freude zur Kenntnis genommen, wie diese hervorragend und professionell vorbereitet wird."
Er erneuerte seinen Anspruch des respektvollen Umgangs aller EU-Staaten miteinander: "Mir ist es wichtig, dass sich alle EU-Mitgliedsstaaten, ob größer, ob mittelgroß, ob kleiner, auf gleicher Augenhöhe begegnen."