Fußball mit Unterschriften der deutschen Nationalmannschaft für guten Zweck versteigert

Fußball bringt überall auf der Welt auf einzigartige Weise Menschen unterschiedlichster sozialer Herkunft, Kultur und Hautfarbe zusammen. Fußball ist damit der Motor schlechthin für soziale Integration.

Auf Initiative der deutschen Botschafterin in Ungarn, Dorothee Janetzke-Wenzel wurde dieser Gedanke anläßlich der Fußballweltmeisterschaft und des Freundschaftsspiels der deutschen und der ungarischen Fußballnationalmannschaften Ende Mai erneut aufgegriffen.

Auf der Homepage der deutschen Botschaft wurden deshalb Fußbälle mit den Unterschriften der deutschen und der ungarischen Fußballnationalmannschaft für einen guten Zweck versteigert. Die Fußbälle wurden vom deutschen und vom ungarischen Fußballbund übergeben. Der Erlös wird Projekten der sozialen Integration in Ungarn zugute kommen.

Auf einer Pressekonferenz in der deutschen Botschaft unterrichteten Botschafterin Dorothee Janetzke-Wenzel und Pater Imre Kozma vom ungarischen Malteserhilfsdienst über die Versteigerungsbedingungen und die Verwendung des Versteigerungserlöses.

Botschafterin Janetzke-Wenzel mit den Fußbällen der deutschen und ungarischen Nationalmannschaft Bild vergrößern (© Aaron Taylor, BZT) Botschafterin Janetzke-Wenzel unterstrich die wichtige Rolle, die Fußball für die soziale Integration spiele. Sie begrüßte das Engagement der deutschen und ungarischen Partner in diesem Bereich. Das gute Zusammenspiel der ungarischen und der deutschen Seite beim Thema Integration habe sich bereits beim deutsch-ungarischen Fußballfreundschaftsländerspiel am 29. Mai gezeigt. In seinem Umfeld habe es verschiedene Aktionen gegen Rassismus gegeben. Diese gute Kooperation wolle man - zusammen mit dem deutschen und ungarischen Fußballbund - nun fortführen. Die Botschafterin kündigte außerdem an, dass der Deutsche Fußballbund im Laufe dieses Jahres in Ungarn weitere Erstausrüstungen für junge Fußballspieler aus sozial benachteiligten Familien, sogenannte Starterkits, verteilen wolle.

Pater Imre Kozma dankte Botschafterin Janetzke-Wenzel für diese wichtige Initiative. Unzählige Male habe sich bereits gezeigt, in welch besondere Weise Deutsche und Ungarn seit Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen zusammenwirken. Dies sei ein erneutes Beispiel dafür. Pater Kozma erläuterte, dass der Versteigerungserlös für die drei Fußbälle in erster Linie den hochwassergeschädigten Menschen in einer Siedlung nahe Miskolc, Felsőzsolca, zugutekommen sollen. Dort seien rund 250 Häuser durch das Hochwasser eingestürzt. Der ungarische Malteser-Hilfsdienst werde dort die Wiederaufbauarbeiten leiten. Der Versteigerungserlös für die Fußbälle solle dem Wiederaufbau des dortigen Kindergartens zugutekommen sowie der Fußballmannschaft junger Roma, um zu zeigen, welche Potentiale in diesen jungen Menschen stecke.

Versteigerung

Botschafterin Dorothee Janetzke-Wenzel, Pfarrer Imre Kozma mit dem  Scheck der Commerzbank über eine Million HUF in der Hand und Vorstandsvorsitzender der Commerzbank Zrt., András Kozma

Am 12. Juli endete die Versteigerung der WM-Fußbälle, die von der Deutschen Botschaft Budapest initiiert wurde. Die deutsche Botschafterin Dorothee Janetzke-Wenzel übergab im Beisein von Pfarrer Imre Kozma vom Malteser Hilsdienst den ersteigerten Fußball mit den Unterschriften der deutschen Fußballnationalmannschaft, des WM-Dritten, am 13. Juli an Herrn András Kozma, den Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank Zrt. in Ungarn.

Der Erlös von 1 Million HUF komme einem Projekt des Malteser Hilfsdienstes in Ungarn, dem Wiederaufbau des Kindergartens des hochwassergeschädigten Siedlung Felsőzsolca, zugute, versicherte Pfarrer Kozma erfreut.

Das Schicksal des ersteigerten Balles stehe noch offen, erklärte der Vorstandsvorsitze der Commerzbank. Soviel stehe aber fest, der Ball werde zunächst in der Filiale ausgestellt und eventuell nochmals intern versteigert, um weitere Projekte des Malteser Hilfsdienstes unterstützen zu können.

Der zweite Fußball kommt zu Knorr-Bremse Kft.