10 Jahre Bologna: Europäischer Hochschulraum ist Realität

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10 Jahre Bologna: Europäischer Hochschulraum ist Realität


Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte anlässlich der Bologna- Jubiläumskonferenz am Donnerstag in Budapest: „Wir haben seit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung 1999 einen europaweiten dynamischen Hochschulreformprozess erlebt, der enorm viel bewegt hat. Wir haben einen europäischen Hochschulraum geschaffen, der geprägt ist durch gemeinsame Strukturen wie die gestuften Studiengänge und gemeinsame Instrumente wie das Kreditpunktesystem oder das Qualitätssicherungsregister. Und wir haben uns auf gemeinsame Ziele für unsere Hochschulen geeinigt. Wir wollen in ganz Europa eine attraktive und wettbewerbsfähige Hochschulbildung, die sich an den Bedürfnissen der Studierenden orientiert. Wir wollen eine hohe Qualität des Angebots, und wir wollen die Mobilität unserer Studierenden steigern.“


Schavan betonte: „Der Bologna-Prozess hat dazu geführt, dass wir uns kontinuierlich europaweit austauschen und von unseren Nachbarn lernen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Prozess stets im Dialog mit Hochschulvertretern, Studierenden und den Sozialpartnern weiterentwickelt wurde. Diese Kooperation brauchen wir auch zukünftig, um Defizite in der Umsetzung anzugehen.“ Zu dem am 17. Mai 2010 einberufenen nationalen Bologna Gipfel sagte Schavan: „Ziel ist es, alle Akteure an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und uns auf Maßnahmen zu einigen, um Defizite bei der Umsetzung zu beheben.“ Umsetzungsschwierigkeiten anzugehen wird auch europaweit die Hauptaufgabe des zweiten Jahrzehnts der Bologna-Reformen sein.In Deutschland richtet sich die stärkste Kritik auf den Bachelor und seine Akzeptanz, auf die zeitliche Belastung und auf die Studierbarkeit der Studiengänge.