Buchvorstellung „Töchter, Mütter – Unerzählte Geschichten Jüdischer Frauen“

Bild vergrößern Am 26.02.2017 fand die Buchpräsentation von „Töchter, Mütter – Unerzählte Geschichten Jüdischer Frauen“ in den Räumen des Balint Hauses, Budapest, statt, das nun auch im Deutschen vorliegt.

Das Buch ist eine Sammlung von Texten jüdischer Frauen und fokussiert die Beziehungen zwischen Müttern, Töchtern und Schwestern während des Holocausts. Das Buch ist schon der zweite Band in der Reihe unerzählter Geschichten jüdischer Frauen. Während der erste Band „Salziger Kaffee“ den Fokus auf Geschichten von Holocaustüberlebenden legte, werden nun auch die Auswirkungen auf die 2. und 3. Generation der Nachkommen und deren Beziehungen untereinander in den Blick genommen.

Autorinnen sind nicht bereits bekannte Literatinnen, sondern Frauen die ihre persönlichen Geschichten erzählen wollen. Beide Werke sind Ergebnisse des Projekts „Die weibliche Stimme des Holocausts“ der Esther House Association, eines Vereins zur Förderung jüdischer Kultur und feministischer Werte, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz-Komitees und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die ungarische Ausgabe von „Töchter, Mütter“ wie auch die Veranstaltung wurden von der deutschen Botschaft finanziell unterstützt. 

Dr. Katalin Pécsi-Pollner, Herausgeberin des Buches, bedankte sich bei den Projektpartnern für die langjährige erfolgreiche Kooperation. Buchvorstellung "Töchter, Mütter" Bild vergrößern Gesandter Dr. Manfred P. Emmes hält Grußwort bei der Buchvorstellung (© Deutsche Botschaft Budapest) In seinem Grußwort unterstrich der Gesandte der deutschen Botschaft Dr. Manfred P. Emmes die Bedeutung des Buches, weil es der Stimme der Frauen Geltung verschaffe und die Erinnerung an die Verbrechen des Holocausts wachhalte. Weitere Redebeiträge kamen von Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, der Reformrabbinerin Katalin Kelemen, der Zeitzeugin Éva Fahidi und der Genderforscherin und Linguistin Dr. Ágnes Huszár. Die Tochter einer bereits verstorbenen Autorin trug deren Buchbeitrag vor.