Deutsch-ungarische Agrarbeziehungen
Die deutsch-ungarischen Agrarbeziehungen sind ausgezeichnet, sie sind traditionell geprägt von gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Ausdruck dieser ausgeprägt guten Beziehungen ist bspw. der Besuch von Bundesministerin Ilse Aigner im Mai 2009 bei ihrem Ministerkollegen József Gráf zu bilateralen Konsultationen.
Die Zusammenarbeit ist jedoch nicht auf den Politik- und Wirtschaftsbereich beschränkt, sondern lässt sich auch am regen Austausch zwischen deutschen und ungarischen Agrarfakultäten und Forschungsinstituten ablesen. Neben den rein bilateralen Beziehungen ist zudem die gute Zusammenarbeit Ungarns und Deutschlands auf EU-Ebene zu erwähnen, hier gab es in den vergangenen Monaten viele gemeinsame Anstrengungen zur Bewältigung der Milchkrise. Auch setzen sich Ungarn und Deutschland für eine Fortführung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013 unter Beibehaltung der Zwei-Säulenstruktur ein.
Aus den Daten des Ungarischen Statistischen Landesamtes (KSH) für 2009 geht hervor, dass Deutschland nach wie vor Ungarns wichtigster Partner im Agrarhandel ist, dies gilt sowohl für den Import als auch für den Export: 2009 gingen 15,3 % (ca. 776 Mio. €) der ungarischen Agrarexporte nach Deutschland, 22,4% (ca. 751 Mio. €) der ungarischen Importe kamen aus Deutschland. Ungarn hat also eine positive Handelsbilanz mit Deutschland aufzuweisen.
Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten
Die Fortführung der sehr guten Beziehungen ist Grundlage für die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit auf bilateraler und internationaler Ebene. Bei der Ausgestaltung der GAP nach 2013 arbeiten beide Länder bereits eng zusammen. Im Hinblick auf die ungarische Ratspräsidentschaft 2011 hat Bundesministerin Aigner bereits im Mai 2009 die Bereitschaft Deutschlands betont, Ungarn bei den Vorbereitungen intensiv zu unterstützen. Die zukünftigen Herausforderungen der Landwirtschaft bspw. durch den Klimawandel sind weitere Felder der deutsch-ungarischen Zusammenarbeit.