Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner traf am 4. November in Budapest mit ihrem ungarischen Amtskollegen, Dr. Sándor Fazekas zusammen

Ungarn stand die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa nach 2013 im Mittelpunkt der Gespräche. Beide Minister nutzten das Gespräch, um sich gegenseitig über die Positionen ihres Landes zu informieren.

Sie freue sich, sagte Aigner, zum zweiten Mal in Ungarn zu sein, ihr Besuch sei ein Beleg für die sehr guten deutsch-ungarischen Agrarbeziehungen. Ungarn sei ein wichtiger mittelosteuropäischer Verhandlungspartner für Deutschland. Auch könne Ungarn während seiner EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2011 wesentlich zu Fortschritten bei den Verhandlungen über die Agrarpolitik nach 2013 beitragen, so Aigner.

Ilse Aigner und Dr. Sándor Fazekas Bild vergrößern Ilse Aigner und Dr. Sándor Fazekas (© Deutsch Botschaft)

Fazekas betonte, Deutschland sei insbesondere im Agrarbereich Ungarns wichtigstes Partnerland. Daher plane Ungarn auch 2011 wieder seine aktive Teilnahme an den deutschen Fachmessen: Internationalen Grünen Woche, Fruit Logistica, Biofach, Prowein, ANUGA.

Übereinstimmend erklärten beide Minister, Europa benötige auch nach 2013 eine starke GAP unter Beibehaltung der 2-Säulen- Struktur. Die Diskussion um die Zukunft der GAP sei in Anbetracht des noch nicht feststehenden finanziellen Rahmens sehr herausfordernd. Gleichzeitig, so betonte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sei es wichtig, die unterschiedlichen Standpunkte zur zukünftigen Ausgestaltung der GAP kennenzulernen, um ein gemeinsames Konzept zu erarbeiten. Beide Minister betonten ihren Willen zu weiterem Bürokratieabbau, der Sicherung der Lebensmittelqualität sowie zur für Verbraucher notwendigen Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel.

Minister Fazekas erläuterte Ungarns Agrarprioritäten während der EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2011. Als eine der größten Herausforderungen sowohl innerhalb der EU als auch global sehe Ungarn die Sicherung der Lebensmittelversorgung an. Für Ungarn von besonderer Bedeutung sei, so erklärte der Minister, die Verlängerung des Bodenmoratoriums um weitere drei Jahre. Die Entscheidung darüber liege bei der EU-Kommission.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner traf am 4. November in Budapest mit ihrem ungarischen Amtskollegen, Dr. Sándor Fazekas zusammen