Trauerakt für Helmut Kohl

Trauerfeierlichkeiten für Altkanzler Kohl Bild vergrößern Trauerakt für Altkanzler Helmut Kohl im Europäischen Parlament in Straßburg (© picture alliance / Alexey Vitvit) Am Samstag, 1. Juli, gab es erstmals in der Geschichte der EU einen europäischen Trauerakt. Die drei EU-Institutionen – Europäischer Rat, Europäisches Parlament und Europäische Kommission – hatten dazu gemeinsam eingeladen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in ihrer Trauerrede im Europäischen Parlament in Straßburg, Helmut Kohl verkörpere eine Epoche. "Er hat das Europa mitgeschaffen, in dem wir heute leben". Ost- und Westeuropa seien vereint, es gebe einen gemeinsamen Markt, keine Grenzkontrollen und eine gemeinsame Währung. "Das bleibt mit dem Namen Helmut Kohl verbunden", sagte Merkel. Bei dem Trauerakt in Straßburg sprachen noch der Präsident des EU-Parlaments Antonio Tajani, der Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker, der Präsident des Europäischen Rats Donald Tusk, der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und auf Wunsch der Witwe Helmut Kohls der ehemalige spanische Premierminister Felipe González, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten Bill Clinton und der russische Premierminister Dmitri Medwedew als Privatpersonen.

Dem europäischen Trauerakt schlossen sich die weiteren Trauerfeiern in Deutschland am Samstagnachmittag und -abend an. Im Dom zu Speyer fand das Requiem statt. Viele politische Weggefährten und Freunde Kohls waren gekommen. Unter den Trauergästen waren auch Bundespräsident Steinmeier, Bundeskanzlerin Merkel und Bundestagspräsident Lammert. Weitere Menschen konnten das Geschehen auf einer Leinwand im Domgarten verfolgen.
Im Anschluss an ein großes militärisches Ehrengeleit auf dem Domvorplatz wurde der Verstorbene im Familien- und Freundeskreis auf dem Friedhof des Domkapitels im Adenauerpark in Speyer beigesetzt.

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