Dr. Imre Kónya erhielt den Internationalen Adalbert-Preis

Am 8. Dezember 2017  wurde Dr. Imre Kónya, dem früheren ungarischen Innenminister, der Internationale Adalbert-Preis für Frieden, Freiheit und Zusammenarbeit in Europa von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier, im Schloss Bellevue zu Berlin überreicht.

In seiner Rede würdigte der Bundespräsident den Mut, das Geschick und die Klugheit von Herrn Kónya im Unabhängigen Juristenforum und dann am "Oppositionellen Runden Tisch" Ungarns, die ganz maßgeblich dazu beigetragen haben, „dass von Ungarn ein Impuls ausging, der weit über die Grenzen Ihres Landes hinaus gewirkt hat. Adalbert-Preis 2017 Bild vergrößern Prof. Hans Süssmuth (Adalbert-Stiftung), Frau Katalin Kónya, Imre Kónya (Preisträger), Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, Erzbischof Henryk Muszynski, Gábor Erdődy Botschafter a. D. von Ungarn (vlnr) (© Adalbert-Stiftung/www.offenblen.de) Ein Impuls, der Freiheit und Demokratie in Europa zum Durchbruch verholfen und unseren Kontinent verändert hat.“

Der Preisträger war nach seinem Examen an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Eötvös-Lórand-Universität als Rechtsanwalt tätig und gründete 1988 das Unabhängige Juristenforum, dessen Leiter er 1989 wurde. Er moderierte in dieser Funktion die Sitzungen des Oppositionellen Runden Tisches. Aus der politischen Absichtserklärung des Runden Tisches resultierten 1989 die Verhandlungen zur Modifizierung der Ungarischen Verfassung.

Die Adalbert-Stiftung verleiht den Preis an Persönlichkeiten, die sich in hervorragender Weise um ein dauerhaftes Zusammenwachsen ganz Europas und um die Vertiefung und Pflege nachbarschaftlicher Beziehungen zwischen den west- und mitteleuropäischen Völkern verdient gemacht haben.