Landesgala am Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen

Zum 22. Mal feierte die ungarndeutsche Gemeinschaft den Jahrestag der Gründung der allerersten deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen. Am 13. Januar wurde in Fünfkirchen / Pécs eine eindrucksvolle Kulturgala veranstaltet, deren Schirmherrschaft von Botschafter Volkmar Wenzel und der österreichischen Botschafterin Elisabeth Ellison-Kramer gemeinsam übernommen wurde.

In seinem Grußwort betonte Botschafter Wenzel, dass die ungarndeutsche Minderheit heute wieder ein wichtiger Grundpfeiler sei, auf den sich die Beziehungen beider Länder stützen können. Er versicherte, dass es an den Grundprinzipien der deutschen Außenpolitik jede denkbare künftige Regierung festhalten werde. „Dazu gehört das klare Bekenntnis zur europäischen Einigung. Und das Bekenntnis zur engen Partnerschaft mit unseren Nachbarn in Mitteleuropa. Und dazu gehört selbstverständlich auch die Förderung der deutschen Minderheiten“, so der Botschafter. 

Im Rahmen der Gala wurde die „Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum“ überreicht. Die höchste Auszeichnung der Ungarndeutschen erhielten in diesem Jahr Maria Schön, Josef Oszvald und Hartmut Koschyk. Maria Schön und Josef Oszvald wurden als ungarndeutsche Persönlichkeiten für ihr Lebenswerk der Erhaltung des ungarndeutschen Kulturerbes ausgezeichnet. Hartmut Koschyk wurde für seine langjährigen Verdienste für die Ungarndeutschen geehrt, zuerst als Generalsekretär des Bundes der Vertriebenen, dann als langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgruppe Vertriebene, Aussiedler und deutsche Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und zuletzt als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten.