Staatsangehörigkeit

Die deutsche Botschaft in Budapest ist keine Auskunftsbehörde zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für in Deutschland oder in anderen Staaten lebende Ausländer. Bitte wenden Sie sich mit Fragen zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit an die für Ihren Meldeort in Deutschland zuständige Einbürgerungsbehörde oder die für Ihren Wohnort zuständige deutsche Auslandsvertretung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Botschaft aus organisatorischen und personellen Gründen entsprechende Anfragen nicht beantworten wird.

Das Bundesverwaltungsamt in Köln ist die Staatsangehörigkeitsbehörde für alle Personen, die im Ausland leben.

Durch Einbürgerung erhält eine ausländische Person die deutsche Staatsangehörigkeit, während im Feststellungsverfahren geprüft wird,
ob der Antragsteller diese bereits besitzt.
Unter "Beibehaltung" versteht man das Verfahren, das es ermöglicht, eine fremde Staatsangehörigkeit anzunehmen
und weiter Deutsche bzw. Deutscher zu bleiben, also die deutsche Staatsangehörigkeit beizubehalten.

Sie benötigen keine Beibehaltungsgenehmigung mehr, wenn Sie sich in einem EU-Staat oder in der Schweiz einbürgern lassen

Deutsche, die eine andere Staatsangehörigkeit auf Antrag annehmen, verlieren ihre deutsche Staatsangehörigkeit. Wer dies vermeiden möchte, benötigt eine Beibehaltungsgenehmigung.

Ab dem 28.08.2007 gilt das nicht mehr, wenn es sich um eine Einbürgerung in einem EU-Staat oder in der Schweiz handelt. In diesen Fällen ist daher auch keine Beibehaltungsgenehmigung mehr erforderlich. (Rechtsgrundlage: § 25 Abs. 1 Staatsangehörigkeitsgesetz in der ab 28.08.2007 geltenden Fassung)

Wenn Sie die Staatsangehörigkeit eines anderen Landes erwerben (möchten), bleibt es bei der bisherigen Regelung: Ohne Beibehaltungsgenehmigung verlieren Sie Ihre deutsche Staatsangehörigkeit.

Bitte beachten Sie, dass sich alle Aussagen ausschließlich auf das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht beziehen. Ob und unter welchen Voraussetzungen der andere Staat die mehrfache Staatsangehörigkeit zulässt, kann nur von den dortigen Behörden geklärt werden.

Hinweis:

Derzeit gehören folgende Staaten der EU an:

  • Belgien,
  • Bulgarien,
  • Dänemark,
  • Estland,
  • Finnland,
  • Frankreich,
  • Griechenland,
  • Irland,
  • Italien,
  • Lettland,
  • Litauen,
  • Luxemburg,
  • Malta,
  • Niederlande,
  • Österreich,
  • Polen,
  • Portugal,
  • Rumänien,
  • Schweden,
  • Slowakei,
  • Slowenien,
  • Spanien,
  • Tschechien,
  • Ungarn,
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland,
  • Zypern.

    Die Schweiz ist in Bezug auf die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit den EU-Staaten gleichgestellt.

Staatsangehörigkeit

Einbürgerung gemäß §14 Staatsangehörigkeitsgesetz

Für folgende Personengruppen besteht die Möglichkeit einer Einbürgerung gemäß §14 Staatsangehörigkeitsgesetz: unehelich geborene Kinder deutscher Väter, welche vor dem 01.07.1993 geboren wurden. ehelich geborene Kinder deutscher Mütter, welche vor dem 01.01.1975 geboren wurden.

Aktueller Hinweis

Im Ausland geborene Kinder, deren deutsche Eltern bzw. deutsche Mutter oder deutscher Vater am oder nach dem 01.01.2000 (Inkrafttreten der Staatsangehörigkeitsrechtsreform) im Ausland geboren wurden, erwerben grundsätzlich nicht mehr die deutsche Staatsangehörigkeit. Etwas anderes gilt nur, wenn sie dadurch staatenlos würden, oder wenn die deutschen Eltern oder der deutsche Elternteil die Geburt innerhalb eines Jahres der zuständigen Auslandsvertretung anzeigt (§ 4 Abs. 4 Staatsangehörigkeitsgesetz -- StAG). 

Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit bei Legitimation durch einen Ausländer

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat zwei Urteile erlassen, in denen es um den Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit geht, infolge von Legitimation durch einen Ausländer zwischen dem 01.04.1953 und dem 31.12.1974. (Legitimation bedeutet, dass ein außerhalb einer Ehe geborenes Kind durch nachfolgende Eheschließung der beiden Eltern als "eheliches Kind" gilt) . Das BVerwG hat festgestellt, dass die bisherige Rechtsauffassung, dass bei nichtehelichen Kindern, die zwischen dem 01.04.1953 und dem 31.12.1974 wirksam durch einen Ausländer legitimiert wurden, der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit eingetreten ist, nicht länger haltbar ist. Sollten Sie zu dem betroffenen Personenkreis gehören, oder möchten Sie dies festgestellt haben, melden Sie sich bitte in der Botschaft.