Abschluss des Reformationsjubiläums - Feierlichkeiten in Wittenberg

Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Festakt fand das Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 seinen Höhepunkt und Abschluss.

Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum wurde im Jahre 2008 feierlich die Lutherdekade eröffnet. Sowohl die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) als auch staatliche Institutionen konzipierten und organisierten die Dekade gemeinsam. Die Reformation ist ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung mit Wirkungen quer durch alle Kontinente.

Die großen Reformatoren – Luther, Melanchthon, Zwingli, Calvin und andere – gehören kulturstiftend zu den großen Ideengebern der Religions- und Geistesgeschichte, die auch politische Wirkung genommen haben. Als Abschluss der Lutherdekade haben Staat und Kirche in enger Zusammenarbeit besonders 2017 die Reformation und deren Auswirkungen auf Geschichte und Kultur weit über Deutschland hinaus in den Fokus gerückt. 

Der Deutsche Bundestag hat das 500. Reformationsjubiläum als "Ereignis von Weltrang" gewürdigt. Wegen dieser gesamtstaatlichen und internationalen Bedeutung beschloss die Bundesregierung, sich zu engagieren und die kirchlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten zu ergänzen.
Zum Festgottesdienst in der Schlosskirche in Wittenberg und anschließend zum staatlichen Festakt am Reformationstag wurden zahlreiche Gäste aus Politik, Kirchen, Kultur und Gesellschaft eingeladen. Bundeskanzlerin Angela Merkel war Hauptrednerin beim Festakt. In ihrer Rede warb sie für Toleranz. Toleranz sei wesentliche Voraussetzung für die gute Entwicklung einer Gesellschaft und deren Zusammenhalt. Der ungarische Staatspräsident János Áder war Gastredner.