Gedenkfeier zum Anlass des Volkstrauertages auf dem Soldatenfriedhof Budaörs und dem jüdischen Friedhof Budapest
Bild vergrößern
Ehrengäste der Gedenkfeier, links Klaus-Peter Riedel Gesandter der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, dritter von links László Frigyer Generalmajor, Vertreter des Verteidigungsministeriums und Generalstabs der ungarischen Armee
(© Deutsche Botschaft Bp)
Am Sonntag, dem 13. November 2011 fand, mittlerweile zur Tradition geworden, auf dem Deutsch-Ungarischen Soldatenfriedhof in Budaörs eine Gedenkfeier der Deutschen Botschaft zum Volkstrauertag statt. Daran nahmen zahlreiche ungarische und deutsche Gäste teil, unter anderem Vertreter des ungarischen Verteidigungsministeriums, der Armee, von Reservisten- und Ehemaligenverbänden, der Kirchen, der umliegenden Gemeinden sowie der Botschaft selbst.
Bild vergrößern
Der Gesandter, Klaus-Peter Riedel hält seine Ansprache
(© Deutsche Botschaft Budapest)
Der Gesandte der Deutschen Botschaft Budapest, Herr Klaus-Peter Riedel, gedachte in seiner Ansprache den hier beigesetzten deutschen und ungarischen Soldaten und der vielen Millionen Toten, die Krieg und Gewaltherrschaft gefordert haben. Er betrauerte auch die Opfer der Kriege und Bürgerkriege der Gegenwart und die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung und gedachte der Bundeswehrsoldaten, der ungarischen Soldaten und anderer Kräfte, die in Einsätzen ihr Leben verloren. Er rief aber auch dazu auf, den Gefährdungen des inneren Friedens unserer Gesellschaft entgegen zu wirken und allgegenwärtiger Gewalt gegen Natur und Kreatur, Gewalt auf unseren Straßen, Gewalt gegen Frauen und Kinder und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden und Fremden einzudämmen. Herr Riedel schloss seine Ansprache, indem er seinen Dank aussprach gegenüber den deutschen und ungarischen Jugendlichen und Soldaten, die in freiwilligen Arbeitseinsätzen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Gedenkstätten leisten. Weiterhin dankte er den ungarischen Bürgern, die mit zahlreichen Hinweisen auf Gräber helfen, dass für viele Familien das Schicksal ihrer Angehörigen noch heute aufgeklärt werden kann.
Es folgten eine Ansprache von Schülervertretern des Thomas-Mann-Gymnasiums Budapest, Gebete der Geistlichen der vertretenen Glaubensrichtungen und die Kranzniederlegungen.
Bild vergrößern
Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof
(© Deutsche Botschaft Budapest)
Im Anschluss an die Feierstunde in Budaörs fand eine weitere Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof in der Kozma utca in Budapest satt. Dort gedachte Herr Prof. Lazarovits, Direktor für internationale Beziehungen des Verbands jüdischer Gemeinden in Ungarn (MAZSIHISZ), den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Er und Pfarrer Erlbruch von der evangelischen Gemeinde Budapest sprachen am jüdischen Ehrenmal Gebete. Danach legte auch hier der Gesandte der Deutschen Botschaft Budapest einen Kranz nieder. An dieser Gedenkveranstaltung am jüdischen Ehrenmal nahmen auch weitere ungarische Überlebende verschiedener Konzentrationslager teil.